Asthma führt zu einer Einschränkung der Lebensqualität, die mit der Schwere des Krankheitsbildes korreliert. Fühlen sich Patienten mit leichtem Asthma in ihrem Aktivitätsradius kaum eingeschränkt, sind Patienten mit mittelschwerem, anhaltendem Asthma bereits in ihrer Lebensqualität beeinträchtigt.
Das schwere allergische Asthma stellt ein Krankheitsbild mit einer besonders dramatischen Verlaufsform dar. Patienten, die an SAA leiden, sind fast ständig in ihren Alltagsaktivitäten und ihrer Lebensqualität eingeschränkt.
Aufgrund des hohen Risikos von Exazerbationen sind Patienten mit SAA oft gezwungen, Notaufnahmen aufzusuchen oder Klinikaufenthalte zur Intensivbehandlung der Akutsymptome durchzumachen. Die häufigen Fehlzeiten in der Schule oder am Arbeitsplatz führen in vielen Fällen zu sozialer Ausgrenzung. An sportliche oder kulturelle Unternehmungen ist kaum noch zu denken – aus Angst vor dem nächsten Anfall reduziert sich der Aktionsradius von SAA-Patienten zunehmend auf das häusliche Umfeld.
Depressionen – Folge und begünstigender Faktor bei Asthma
Nicht selten begünstigen chronische Erkrankungen wie Asthma das Auftreten von Depressionen und Angststörungen. Studien belegen, dass depressive Symptome häufig auftreten und diese wiederum die Lungenerkrankung negativ zu beeinflussen scheinen. Wissenschaftler um Mark D Eisner von der University of California wiesen in einer Untersuchung mit insgesamt 743 Teilnehmern bei 18 Prozent stationär aufgenommener Asthmapatienten Depressionen nach.
Reziprok, so Eisner in der die Fachzeitschrift "Annals of Allergy, Asthma and Immunology", zeigte sich, dass die depressiven Asthmatiker sowohl einen schlechteren Gesundheitszustand als auch mehr Klinikaufenthalte aufwiesen als die restlichen Studienteilnehmer.

Die Lebensqualität von Familien mit Kindern, die unter Asthma leiden, ist in vielen Bereichen erheblich beeinträchtigt.